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Die Plattform für Gleichstellungs- und Diskriminierungsschutzrecht

Die Globalisierung und Internationalisierung bringen grosse Herausforderungen. Arbeitsplätze werden mobil(er), Belegschaften wie Kunden und Kundinnen vielfältiger.
 
Diese Entwicklung bietet Chancen und birgt Gefahren. Ältere Menschen und chronisch kranke oder mit Behinderung lebende Arbeitnehmende werden aus dem Arbeitsmarkt gedrängt. Vorurteile gegenüber Fremden führen zu Ausgrenzung, sei es in der Arbeitswelt oder im sozialen Alltag. Nicht die Leistung oder die Persönlichkeit entscheiden über Entwicklungschancen, sondern die Hautfarbe, die sexuelle Orientierung, die soziale Herkunft oder die ethnisch-kulturelle Zugehörigkeit. Das Geschlecht bildet sowohl für Vermögen, Lohn, politische Stellung wie für gesellschaftliches Prestige ein zentrales Kriterium. Frauen sind in der Politik und in Führungsetagen der Wirtschaft trotz zunehmend gleicher oder gar besserer Qualifikation massiv untervertreten.
 
Verfassungsrechtliche Diskriminierungsverbote und Gleichbehandlungsgesetze sind ein wichtiges Instrument gegen Diskriminierung und Ausgrenzung aufgrund von unabänderlichen Persönlichkeitsmerkmalen und für die Gleichstellung von Frauen und Männern.

Am Institut für Wirtschaftsrecht (IWR) der ZHAW School of Management and Law bildet die Auseinandersetzung mit Gleichstellungs- und Diskriminierungsschutzrecht ein wichtiges Tätigkeitsfeld. Besondere Aufmerksamkeit wird den Gleichbehandlungsnormen des europäischen Gemeinschaftsrechts gewidmet. Diese werden für die Schweiz durch die Annäherung an die Europäische Union immer wichtiger. Die rechtliche Perspektive wird dabei mit wirtschafts- und sozialwissenschaftlichen Konzepten des Diversity-Managements ergänzt. In verschiedenen Projekten und Publikationen hat sich das Forschungsteam eine hohe Kompetenz in Gleichstellungs- und Diskriminierungsfragen erworben. In Beratungsmandaten konnte der Transfer des erworbenen Wissens an die Praxis erprobt werden.

Kontakt:


ZHAW Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften
School of Mangagement and Law
Institut für Wirtschaftsrecht
Prof. (FH) Dr. iur. Kurt Pärli
Tel. +41(0) 58 934 70 18
E-Mail kurt.paerli(at)zhaw.ch


Aktuell

Neu erschienen:

Vertragsfreiheit, Gleichbehandlung und Diskriminierung im privatrechtlichen Arbeitsverhältnis, von Kurt Pärli.  Gestützt auf Völker- und Vefassungsrecht besteht im Rahmen des Arbeitsverhältnisses ein Verbot der Diskriminierung. Der Gesetzgeber ist gefordert, die bestehenden Lücken zu schliessen und das Schutzniveau an andere Rechtordnungen, bspw. das der EU, anzunähern. Flyer (PDF, 164 KB)

 Unser Rechtsgutachten, das im Auftrag der Schweizerischen Diabetes-Gesellschaft verfasst wurde, zeigt: Diabetes-Patienten/innen sind durch völker- und verfassungsrechtliche Normen und im Gesetz vor Diskriminerung geschützt.  Ein aktuelles Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte macht dies deutlich: Ein aus Sicht des Militär militädienstruntauglicher arbeitsfähiger Diabetiker musste zu Unrecht Wehrpflichtersatz bezahlen.

mehr

Vollständiges Gutachten (PDF, 891 KB)

Die zweite Auflage des Kommentars zum Gleichstellungsgesetz ist erschienen. Weitere Informationen finden Sie hier (PDF, 370 KB)

Neue Studie zur Diskriminierung von Diabetespatienten im Arbeitsumfeld

Artikel (PDF, 153 KB)

Neu: CAS Diveristy- Gleichstellungskompetenz

Der Lehrgang startet im September 2009.

weitere Infos

Europäische Sozialcharta

Gutachten zur Vereinbarkeit der schweizerischen Rechtsordnung mit der europäischen Sozialcharta.

vollständiges Gutachten (PDF, 1.1 MB)