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Biopsychosoziales Modell

Der Betrachtung der Krankheit, welche eine Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu Folge hat, wird ein biopsychosoziales Modell zugrunde gelegt. Das biopsychosoziale Modell beinhaltet, dass die Krankheitsursache, der Krankheitsverlauf und die Folgen einer Erkrankung durch biologische, psychologische und soziale Faktoren bedingt sind, die in unterschiedlicher Ausprägung eine Rolle spielen . Krankheit erscheint somit als Ergebnis einer dynamischen Interaktion zwischen dem medizinisch diagnostizierten Gesundheitsproblem und den so genannten Kontextfaktoren, welche die behindernden Auswirkungen des Gesundheitsproblems beeinflussen.

Die Kontextfaktoren werden in Umwelt- und personenbezogene Faktoren unterteilt. Die Umweltfaktoren erfassen das unmittelbare, persönliche Umfeld eines Menschen sowie die sozialen Strukturen und Systeme in der Gesellschaft.  Bei personenbezogenen Faktoren handelt es sich um Eigenschaften einer Person, die nicht Teil ihrer körperlichen, geistigen oder psychischen Verfassung sind; in Betracht kommen Alter, Geschlecht, Bildung, Erfahrung, Persönlichkeit, Lebensstil, Gewohnheiten, Erziehung, Bewältigungsstile, sozialer Hintergrund, Beruf, sowie vergangene oder gegenwärtige Erlebnisse.